Kulturkreis Wienhausen

Seit über 70 Jahren fördert der Kulturkreis Wienhausen e.V. Kunst und Kultur in Wienhausen - im Sommerrefektorium vom Kloster Wienhausen.

 

Freitag, 29. November 2019 • 20.00 Uhr • Sommerrefektorium

NeoBarock: Kammermusik des Barock 
Maren Ries (Violine & Viola), Anna-Maria Smerd (Violine), Ariane Spiegel (Violoncello), Stanislav Gres (Cembalo)

Der Ensemblename NeoBarock ist Ausdruck des Respekts vor der Barockmusik, deren Ästhetik, Klang- und Formensprache mit wissenschaftlicher Akribie, kompromissloser Genauigkeit  und Leidenschaft für die musikalische Affektsprache erarbeitet wird. Er drückt das Bestreben aus, dem Zeit- und Personalstil der Epoche und ihrer Komponisten sowie den individuellen Werken gerecht zu werden, dabei aber keine musealen Rekonstruktionen hervorzubringen, sondern sich der Aufgabe eines lebendigen Vermittlungsprozess zwischen barocker Musikauffassung und zeitgenössischer Rezeption  zu widmen. »Wir können und wollen längst vergangene Epochen nicht kopieren. Unsere Forschungen, das Quellenstudium und auch unsere Barockinstrumente sind kein Selbstzweck, sie sind unsere Werkzeuge«. (M. Ries) Die Echo-Klassik-Preisträger im Pressespiegel: „Ein unerhört lebendiges, abwechslungsreiches, teils außerordentlich virtuoses, teils lyrisch gestimmtes, gesangliches Musizieren in herrlichen Kantilenen. … das musikalische Treiben von NeoBarock ist beglückend, grenzt ans Atemberaubende.“ (Süddeutsche Zeitung) NeoBarock musiziert mit „expressiver Leidenschaft, Herzblut getränkter Lebenslust und Sinnlichkeit.“ (Südkurier) „Wer NeoBarock“ hören durfte, kommt garantiert wieder und will mehr.“ (Neue Westfälische) „Dieses Ensemble sollte regelmäßig in Celle zu hören sein.“ (CZ)

In diesem Jahr kommen sie mit ihrem neuen Programm zu uns:

WIE SCHÖN LEUCHTET DER MORGENSTERN
Umflort von goldgleißendem Licht, begleitet von tosendem Flügelschlag steigt ein Engel in die irdische Welt herab, der alle menschlichen Vorstellungen von Herrlichkeit und Macht bei weitem überstrahlt, und verkündet: Fürchtet Euch nicht!
Mit diesem Bild der Verkündigung eröffnet Heinrich Ignaz Franz Biber seine Rosenkranz-Sonaten – und NeoBarock sein Weihnachtsprogramm »Wie schön leuchtet der Morgenstern«. Mit musikalischen Motiven des 17. Jahrhunderts lässt NEOBAROCK die barocke Vorstellung vom Wunder der Heiligen Nacht in einer ländlichen Idylle, in der dem Jesuskind Hirtenmusiken an der Krippe gespielt werden, lebendig werden.
Mit einer italienischen Weihnachtssinfonie „per il Santissimo Natale“ oder einem Variationssatz über das Lied „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, sowie einer fast schon süßlichromantisierenden Sonate Domenico Gallos, dessen Melodie durch eine Fehlzuschreibung heute fast jedem aus Strawinskys neoklassizistischen Ballett „Pulcinella“ in den Ohren summt, stimmt NeoBarck besinnlich und anspruchsvoll zugleich auf das Weihnachtsfest ein.

Hier können Sie ausführlicher als oben nachlesen, was die Presse über NeoBarock schreibt 
- Hörproben von vergangenen Aufführungen finden Sie hier.

 

Das Programm für den 29. November:

(Änderungen vorbehalten)


 

Heinrich Ignatz Franz Biber - aus Rosenkranzsonaten: Nr. 1 „Die Verkündigung“
1644 – 1704 für Violine und Basso continuo
Praeludium – Variatio. Aria allegro/Adagio – Finale

William Byrd - The Bells
1543 – 1623 für Cembalo

Vincenzo Albrici - Sinfonia d-moll
1631 – 1696 für 2 Violinen und Basso continuo
Adagio – Fuga. Allegro – Adagio – [Allegro]

Jan Pieterszoon Sweelinck - Puer nobis nascitur
1562 – 1621 für Cembalo

Domenico Gallo - Sonata I, G-Dur (früher G. B. Pergolesi zugeschrieben)
1. Hälfte des 18. Jh.s für 2 Violinen und Basso continuo
Moderato – Andantino – Presto

Johann Heinrich Schmelzer - »La bella Pastora«
um 1620 – 1680 für 2 Violinen und Basso continuo

- Pause -

Johann Heinrich Schmelzer - Sonata „Pastorella”
um 1620 – 1680 für 2 Violinen und Basso continuo

Anonym - Sonata „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
17. Jahrhundert für Violine und Basso continuo

Giuseppe Valentini - Sinfonia a tre „per il Santissimo Natale“
1680 – 1746 op. 1 Nr. 12, Rom 1701
für 2 Violinen und Basso continuo
Largo/Andante – Allegro – Largo – Presto